Easynet-Umfrage: Deutsche Unternehmen sind gar nicht so restriktiv bei Social Media

Die Benutzung von Social Media wie Facebook, YouTube oder Twitter durch Mitarbeiter wird in deutschen Unternehmen deutlich weniger häufig blockiert als in US-amerikanischen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des IT-Sourcing-Spezialisten Easynet.

Lange Zeit hatten Unternehmen in Deutschland den Ruf, mit der Social-Media-Welt nicht viel anfangen zu können. Facebook, YouTube und Twitter schien für viele eine Terra Incognita zu sein, um die man besser einen großen Bogen macht. Nun zeigt eine Studie des IT-Sourcing-Spezialisten Easynet, dass deutsche Firmen im internationalen Vergleich sogar mehr zulassen: Sie gestatten ihren Mitarbeitern überwiegend die Verwendung von Social-Media-Anwendungen – ganz anders Unternehmen in den USA, die solche Applikationen mehrheitlich blockieren. 

In Deutschland unterbinden 49 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern die Verwendung von Facebook, 44 Prozent gestatten nicht die Nutzung von YouTube und 36 Prozent blockieren Twitter. Private E-Mails hingegen werden nur von 27 Prozent der Unternehmen verhindert.

In den USA liegen die entsprechenden Zahlen bei 69 Prozent für Facebook, 59 Prozent für YouTube und 65 Prozent für Twitter; Schreiben von privaten E-Mails verbieten 37 Prozent der Firmen in den USA.

Am meisten aufgeschlossen gegenüber den Sozialen Medien zeigten sich in der Easynet-Studie die Unternehmen in den Benelux-Ländern: Hier blockieren nur 40 Prozent Facebook, 34 Prozent YouTube und lediglich 20 Prozent Twitter; private E-Mails werden in Benelux von 20 Prozent der Unternehmen untersagt.

In der Studie waren 650 IT-Verantwortliche in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Benelux und in den USA befragt worden. Unter diesen Ländern zeigte sich erstaunlicherweise in den USA der mit Abstand restriktivste Umgang mit den genannten Social-Media-Anwendungen.

"Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass die Nutzung von Social Media durch Mitarbeiter immer auch einen Einstieg ins Cloud Computing bedeutet, weil die entsprechenden Anwendungen in der Cloud betrieben werden", erklärt Diethelm Siebuhr, Geschäftsführer Central Europe von Easynet Global Services. "Über die Implikationen dieses Schritts sollten sich die Verantwortlichen Gedanken machen, also beispielsweise mögliche Auswirkungen auf die Sicherheit beachten."

Der IT-Sourcing-Spezialist Easynet hatte in der Umfrage nach der Einschätzung aktueller Probleme beim Betrieb von Applikationen in Unternehmensnetzen befragt. Die Untersuchung wurde vom Marktforscher Vanson Bourne in Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigen in unterschiedlichen Branchen durchgeführt.

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